26.11.2006

Pressemitteilungen

Post

Postvorstand betreibt personalpolitischen Crash-Kurs

 

Beschäftigte, Betriebsräte und ver.di rüsten zum Konflikt

Der Postvorstand setzt seinen beschäftigten- und kundenfeindlichen Crash-Kurs fort. In deren Folge fällt am 04.12.06 die Briefzustellung sowie der Schalterdienst in großen Teilen Schleswig-Holsteins und in der Region Schwerin aus. An diesem Tag informieren die Betriebsräte und ver.di die Beschäftigten auf Be-triebsversammlungen über die Folgen des bundesweiten Crash-Kurses.

Statt angesichts der sprudelnden Gewinne auf Qualität und Kunden-bindung durch eine überzeugende Produktpolitik und motivierte Be-schäftigte zu setzen, ist die Botschaft an die Postler Arbeitszeitverlängerung, weitere Qualitätseinschränkungen, zunehmender Leistungsdruck und eine nicht mehr hinnehmbare geringschätzige Behandlung.

Die Post verlangt täglich erstklassige Leistungen von ihren Beschäftigten, behandelt sie aber immer öfter nur zweitklassig. Hierzu gehört die systematische Verfolgung von Kranken als budgetmäßige Stör- bzw. Belastungsfälle. So erhalten Beschäftigte nach erlittenen Dienstausfällen statt arbeitgeberseitigen Genesungswünschen Anschreiben mit einer Auflistung der unfallbedingten Ausfallkosten als besonders freundliche Geste übersandt.

Die ständige Verschlechterung des Schalterservices sowie die andauernde Vergrößerung der Zustellbezirke mögen zwar der weiteren Gewinnsteigerung dienlich sein, wettbewerbspolitisch ist diese Kahlschlagspolitik jedoch unverantwortlich.

„Die geplante Verlängerung –38,5 auf 41 Std.- der Arbeitszeit ist im Spiegel der Mrd.-Gewinne sowie der bestehenden Massenarbeitslosigkeit ungeheuerlich, so dass ein nachhaltiger Tarifkonflikt unver-meidbar ist.
Beschäftigte, Betriebsräte und ver.di werden während des Weihnachtsmonates mit Rücksicht auf die Kunden von Störungen des Betriebsablaufes absehen.
Sollte die Post während dieser Zeit jedoch nicht zur Vernunft kommen, wird sie ab Januar von einer massiven Streikwelle in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern überrollt“, sagte der für den Postbereich zuständige ver.di-Landesfachbereichsleiter Wolfgang Abel.Die entsprechenden Details werden auf einer Konferenz vom 26.-28.11.06 in Bad Segeberg beraten.

Für Rückfragen: Wolfgang Abel, ver.di, Handy: 0171/22 04 600

Herausgeber:

V.i.S.d.P.: Sabine Bauer
ver.di-Landesbezirk Hamburg
Pressestelle
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
Tel.: 040/28581130
Fax: 040/28581139
E-Mail: sabine.bauer@verdi.de

verdi-banner