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Tatort Briefkasten, oder wie schnell ein ehrlicher, zuverlässiger und freundlicher Briefzusteller zum Straftäter vorverurteilt wird.
Das kennen wir alle, ein nicht mehr zeitmäßiger Briefkasten, in dem gerade ein Brief in DIN A 5 Größe reinpasst. Überfüllte Briefkästen, durch Tageszeitungen, Werbung, Prospekte, oder Gratiszeitungen, was uns Briefträger tag täglich das Leben schwer macht.
Da ist aber auch der Briefkasten der Marke XXL, großzügig im Format mit extrem großer Klappe, damit Maxi Briefe, sogar einige Warensendungen eingeworfen werden können.
Jahrelanges (im vierten Jahr) Vertrauen, wurde durch solch einen Briefkasten zunichte gemacht, denn es kam der Tag als die Postkundin für einige Tage in den Urlaub fuhr und wohl aus Kostengründen keinen Antrag auf Postlagerung stellte, was sie vorher als das Lagern noch kostenlos war, immer machte. In der Zeit ihrer Abwesenheit bekam sie eine Warensendung von der Firma Klingel, die ohne jegliche Gewalt, locker in den Briefkasten passte und von mir vermutlich zugestellte wurde. Genau so locker, wie die Warensendung in den Briefkasten passte, genauso leicht kann man auch eine Sendung aus diesen Briefkasten, ohne ihn zu öffnen entnehmen, was wohl auch während der Abwesenheit der Postkundin geschehen sein musste, denn als die Kunden wieder aus dem Kurzurlaub kam, fand sie die Warensendung (die leere Verpackung) in der Zeitungsrolle unter dem Briefkasten. Ich versicherte der Postkundin, meine korrekte Zustellung in ihren Briefkasten, was sie wohl etwas anders sieht.
Da stelle ich mir doch gleich die Frage, wie soll ich mich in Zukunft verhalten?
Jede Warensendung die in den Briefkasten ohne Probleme passt, aber auch ohne Öffnen des Briefkastens entnommen werden kann, benachrichtigen?
Da sind wir Briefzusteller doch froh, wenn sich die Postkunden für einen zeitgemäßen, großen Briefkasten entscheiden, anderseits ist es nicht auszuschließen, das durch Briefkästen der Marke XXL Sendungen abhanden kommen (entwendet werden)
Ich werde wohl wie bisher Postsendungen jegliche Art, wenn sie einwandfrei in den Briefkasten passen auch einwerfen, mit der Hoffnung, dass solch ein Fall nicht wieder eintritt. Postsendungen, die nicht in den Briefkasten passen werden wie bisher benachrichtigt, oder beim Nachtbar abgegeben, mit der Hoffnung, dass die Postsendung auch tatsächlich vom Nachbar dem Empfänger ausgehändigt wird.
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