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Dividende wird um zehn Prozent erhöht Nach Belastungen durch EU-Strafzahlungen im Vorjahr hat die Deutsche Post ihren Gewinn 2003 wieder über die Schwelle von einer Milliarde Euro heben können. Der Überschuss habe sich auf 1,31 Milliarden Euro verdoppelt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bonn mit. Der Umsatz stieg 2003 erstmals in der Unternehmensgeschichte auf knapp über 40 Milliarden Euro. Dies waren 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Post-Chef Klaus Zumwinkel sprach von einem "rundum zufrieden stellenden Geschäftsjahr" und kündigte eine Erhöhung der Dividende um zehn Prozent auf 44 Cent an.
490 Millionen Euro Dividende Zumwinkel betonte, trotz der schwierigen Lage der Weltwirtschaft "haben wir unsere Ziele erreicht und sind auf dem Weg zur Nummer eins in der Logistik aus eigener Kraft wieder ein gutes Stück vorangekommen". Davon profitierten Konzern, Mitarbeiter und Aktionäre. Falls die Hauptversammlung zustimmt, würde die Dividenausschüttung für 2003 nach Unternehmensangaben bei 490 Millionen Euro liegen. Der Betriebsgewinn (EBITA) stieg im vergangenen Jahr leicht um 0,2 Prozent auf 2,98 Milliarden Euro. Damit lag die Post leicht über den Erwartungen der von Reuters befragten Analysten, die im Durchschnitt 2,932 Milliarden Euro prognostiziert hatten. Beim Umsatz hatten sie 40,553 Milliarden Euro vorausgesagt. Die Post selbst hatte für 2003 ein Ebita von mindestens 2,9 Milliarden Euro angepeilt. "Die Beiträge zum operativen Gewinn (Ebita) des Star- Programms waren höher als prognostiziert und konnten teilweise früher als geplant realisiert werden", hieß es zu Begründung.
Post will 2004 operativ mehr verdienen Für 2004 stellte Post-Chef Zumwinkel eine kräftige Erhöhung des Betriebsgewinns um fünf bis zehn Prozent in Aussicht. "Wir wollen in 2004 weiter wachsen, die Integration bei Express und Logistik weiter erfolgreich vorantreiben und die Chancen auf den globalen Märkten - vor allem in den USA und in Asien - nutzen."Der Ausblick stieß bei Analysten auf ein geteiltes Echo. Eine Analystin sagte, die Post habe einen bewusst konservativen Ausblick gegeben, um diesen zum Jahresende übertreffen zu können. Andere Analysten äußerten sich hingegen enttäuscht. An der Börse lag die Post-Aktie am späten Vormittag mit dem Gesamtmarkt ein Prozent im Minus bei 19,52 Euro.
Wichtiges Ziel: Börsengang Als "wichtiges Ziel" bezeichnete der Post-Chef zudem den geplanten Börsengang der Postbank, der im Sommer oder Herbst dieses Jahres über die Bühne gehen soll. "Hier und heute gibt es dazu keine Neuigkeiten zu vermelden", erklärte Zumwinkel. Er hatte Mitte Februar in einem Zeitungsinterview gesagt, er sehe den Wert der Postbank "bei mindestens sechs Milliarden Euro". Die Post will maximal 49 Prozent ihrer Bank an die Börse bringen, könnte also nach Zumwinkels Rechnung bis zu drei Milliarden aus der Emission erlösen.Im vergangenen Jahr hatte eine Strafzahlung aus einer EU-Beihilfeentscheidung den Gewinn der Post mit rund 907 Millionen Euro belastet. Dadurch war der Überschuss des Unternehmens auf 660 Millionen Euro gedrückt worden. Nach Konzernangaben trug der Unternehmensbereich Brief zum Gesamtumsatz von 40,02 Milliarden Euro nun rund 11,9 Milliarden Euro bei. Laut Unternehmen ging der Umsatz im Briefbereich trotz eines "nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfelds" damit nur um rund 1,6 Prozent zurück. Im Bereich Express als größere Konzernsparte stieg der Umsatz um 12,3 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro.Einen leichten Umsatzanstieg auf 5,9 Milliarden Euro verzeichnete die Post im Unternehmensbereich Logistik. Bei den Finanzdienstleistungen sank der Umsatz um 9,9 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro zurück. Als Grund für den Rückgang nannte das Unternehmen vor allem die geringen Zinserträge infolge des nochmals gesunkenen Zinsniveaus. Zugleich steigerte die Post ihre Auslandsumsätze von 41 auf nun über 43 Prozent.
Mit Material von REUTERS, AFP
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