Der Betriebsleiter:

Ich habe in meiner langjährigen Zugehörigkeit bei der Deutschen Post, jetzt Deutsche Post AG so einige Betriebsleiter (unmittelbare Vorgesetzte) gehabt und kennen gelernt.

Da gab es den strengen und sehr konsequenten Betriebsleiter, der genau nach Vorschrift handelte.

Dann war da der Betriebsleiter der steht’s gerecht mit seinen Mitarbeitern umging. Er sah, wenn man bereit war auch zusätzlich an Feiertagen zu arbeiten, oder besondere Leistung erbrachte.
Er war immer bemüht, bei Freizeitwünsche und Urlaubsabwicklung möglichst allen gerecht zu werden. Unter seiner Führung gab es kaum Unstimmigkeiten und der Dienstbetrieb lief reibungslos, weil alle sich gerecht behandelt fühlten.

Nicht zu vergessen den Abteilungsleiter der mir versprach und zusicherte (ich habe eine Weile im Büro gearbeitet) meinen finanziellen Verlust durch eine Leistungsprämie auszugleichen, dann aber kurz vorher in den Ruhestand ging.

Dann war da auch noch ein unmittelbarer Vorgesetzter der wohl die undankbare Aufgabe hatte, seine Mitarbeiter abzubauen, die er dann trotz jahrelanger Betreuung, (als Betriebsrat) nicht mehr
zu kennen scheint.

Nun sei auch noch der Betriebsleiter erwähnt, der mir einen Tag frei gab, dieses aber einen Tag später meinen Kollegen nicht sagte, sodass der Bezirk beinahe aufgeteilt werden musste, was durch mich verhindert wurde, weil ich nach dem Anruf des BL doch noch zur Arbeit ging, obwohl ich freibekommen hatte. Durch dieses Fehlverhalten, hatte ich lange Zeit einige Nachteile und wurde von einigen Kolleginnen und Kollegen schlecht behandelt, bis sie von mir erfuhren, dass ich vom Betriebsleiter offiziell frei bekommen habe. 

Ich habe so in den Jahren einige gute und gerechte, aber auch weniger gute und manchmal auch ein wenig ungerechte BL also unmittelbare Vorgesetzte gehabt.

Jeder hat da so seine Vorstellung oder gar Wünsche, wie sein Betriebsleiter so sein sollte.

Ich bin der Meinung, ein Betriebsleiter (unmittelbarer Vorgesetzter) sollte möglichst nicht aus den eigenen Reihen kommen.
Ein Betriebsleiter der selbst einmal Zusteller im selben Amt seit Jahren tätig war, hat da so einige Kolleginnen und Kollegen, mit denen er ganz besonders gut auskommt und diese meisten auch bevorzugt. Neue Kolleginnen und Kollegen werden dadurch meisten benachteiligt.

Der Betriebsleiter sollte steht’s mit guten Beispiel vorangehen und pünktlich, vielleicht sogar etwas früher am Arbeitsplatz sein.

Er sollte bereits kurz nach Dienstbeginn für dienstliche Angelegenheiten ansprechbar sein.

Ein Betriebsleiter sollte immer darauf bedacht sein, alle seine Untergebenen gerecht zu behandeln.

Wenn eine Kollegien oder ein Kollege den Betriebsleiter etwas anvertraut, mit der Bitte es auch vertraulich für sich zu behalten, dann sollte er dieses auch nicht im Amt weitererzählen.

Der Betriebsleiter sollte Unstimmigkeiten ruhig und sachlich mit den Betroffenen klären und sich dabei neutral verhalten, auch dann, wenn einer der Mitbetroffenen einer seiner Freunde ist.

Negative Äußerungen bei Krankmeldungen von Kolleginnen und Kollegen stehen auch einen Betriebsleiter (unmittelbare Vorgesetzte) nicht zu! Wenn eine Krankmeldung vorliegt sollte der Betriebsleiter dieses zur Kenntnis nehmen und ohne Kommentar an die dafür vorgesehene Dienststelle schicken.

Wenn eine Kollegin oder ein Kollege etwas stört und den Betriebsleiter bittet dieses den Verursachern auszurichten, dann sollte er dieses ruhig und sachlich tun und denen, den etwas stört nicht als Querulanten darstellen, schon gar nicht, wenn der Gestörte recht hat.

Wie kann es in einer Dienstelle harmonisch und friedlich von statten gehen, wenn selbst der Betriebsleiter beim gemütlichen Beisammensitzen mit seinen Liebsten nach deren Zustellung, oft schlecht über denen redet, die nicht zu seinen Freunden zählt.

                                                 Der Postterrier.