Arbeitzeit in der Zustellung selbst gestalten:

Es ist schon sehr verwunderlich, wie einige Kollegen plötzlich wieder ihre Arbeitszeit in der Zustellung selber gestalten.
Kaum ist die Gangfolgesortiermaschine abgebaut, kommen die Kolleginnen und Kollegen
wieder eine Stunde früher zur Arbeit, fangen sofort an, ihre Post (vom Vortag) zu sortieren.
Gerade ist der Wagen mit der Post auf den Hof gefahren, stürzen sie wie die Hyänen über
die Post her, die nicht einmal eine Chance hat, in den Verteilraum zu gelangen.
Sie reißen die Behälter vom Behälterwagen, halt Kollege, hier ist noch eine Schwinge, kannst
Du meine Schwinge mit nach oben nehmen, dann kann ich die restlichen Schwingen wieder auf den Wagen stellen und den Wagen nach oben schicken.

Was für eine Unruhe herrscht bereits schon vor Dienstbeginn in der Dienststelle.
Man kann nicht einmal mehr „vor Dienstbeginn“ in Ruhe eine Tasse Kaffee trinken!

06:00 Uhr Dienstbeginn!! die Post ist im Verteilspind! Jetzt ran an die Post, die grob verteilt werden muss, Gott sei Dank, die Gangfolgesortiermaschine ist weg, was für eine himmlische Ruhe. Fertig mit der Grobverteilung, jetzt aber schnell an den Verteilspind, Post sortieren und Stecken. Pause? nein , keine Zeit ich muss zusehen, dass ich fertig werde.

Geschafft! 12:00 Uhr, fertig mit der Zustellung, nun noch kurz abschreiben und ab nach Hause. 

Was für ein herrlicher Zustelltag.

Ist dass der Lohn unserer Betriebsräte, die sich für uns einsetzen. Die für die Ist-Zeit kämpfen, um eine Überlastung zu vermeiden.

Wie lange werden die Kolleginnen und Kollegen die so arbeiten, dieses durchstehen?

Wann werden sie, weil die Arbeit um 12:00 Uhr geschafft ist, eine oder mehrere Straßen dazubekommen?

Diese Fragen, sollten sich jene stellen, die die Absicht haben, so auf Dauer arbeiten zu wollen.

Bei allen Verständnis oder Unverständnis,
jeder meiner Kolleginnen oder Kollegen hat die Wahl zwischen den bisherigen Rahmendienstplan und der Ist-Zeit.
Das ist, wie von mir schon erwähnt, meiner Meinung nach eine Weise Entscheidung, für die jeder einzelne selbst verantwortlich ist.

                                                     Der Postterrier