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Antrag auf Strom in meiner angemieteten Garage!

Hallo Leute, ich möchte euch einmal eine wahre Geschichte über den Werdegang eines Antrages auf Strom in meiner angemieteten Garage bei einer Wohnungsgenossenschaft erzählen.

Wir kennen das alle, die Motorradsaison ist zu Ende und das Motorrad wird bei winterlichen und schlechten Straßenverhältnissen kurzfristig für 2-3 Monaten eingemottet.

Ich fahre eine BMW R 850 R und leider ist die Batterie nicht wie früher, oder jetzt wieder, unter der Sitzbank „leicht zu erreichen“ angebracht. Nach einiger Standzeit entleert sich die Batterie so weit runter, dass ich meine BMW nicht mehr starten kann. Ich habe zwar ein Überbrückungsstartstützpunkt nachgerüstet, (darüber habe ich hier einmal berichtet) aber es nervte mich schon immer, die Batterie nach längerer Standzeit überbrücken zu müssen, darum stellte ich am 22.11.2009 einen Antrag auf Strom, in meiner seit dem August 2008 gemieteten Garage hinter meinem Wohnhaus.

Als erstes erkundigte ich mich bei dem zuständigen Elektriker der Wohnungsgenossenschaft, ob in der Verteilerdose über meinem Garagentor Dauerstrom vorhanden ist. Nach Bestätigung des Elektrikers, das Dauerstrom vorhanden ist, stellte ich den Antrag, von der Verteilerdose ein Stromkabel anschießen zu dürfen.

Vorgehensweise:

nach der Genehmigung wird durch einen Elektroinstallateur, ein geeignetes Stromkabel an die Verteilerdose angeschlossen, in meine gemietete Garage geleitet, an einen Sicherungskasten mit Stromzähler und einer Sicherung angeschlossen.

Verwendungszweck:

Der Strom wird ausschließlich zum Be.- und Entladen meiner Motorradbatterie verwendet.Kosten
ca. 100.- bis 150.- Euro.

Der Antrag wurde am 22.12.2009 mit folgenden Gründen abgelehnt:

Zitat:

Wenn nach ihnen noch andere Mieter Strom in die Garage legen ist eine Nutzung der Garagen zum Parken eines Autos nicht mehr gesichert.

Es werden dann andere Nutzungen vorgenommen, durch die sich andere Mieter belästigt fühlen könnten.

Gegen die Ablehnung habe ich selbstverständlich Einspruch erhoben, mit Erfolg!

Vor ein paar Tagen kam die Genehmigung, lest und Urteilt selbst!

Sehr geehrter Herr Ich,

in Anregung auf Ihr Antwortschreiben und in Rücksprache mit dem Vorstand sind wir bereit

Ihnen die Genehmigung zu einem Stromanschluss unter folgenden Bedingungen zu erteilen.

  • Der Anschluss wird von Ihrem Wohnungsstromzähler vorgenommen.
  • Eine Verlegung des Stromkabels ist im Gartenbereich unterirdisch vorzunehmen.
  • Der Stromanschluss wird nicht zum Betreiben von Maschinen genutzt.
  • Alle Arbeiten sind von Ihnen fachgemäß und auf eigene Kosten vorzunehmen.
  • Eine Überprüfung durch die Wohnungsgenossenschaft ist vorzunehmen.
  • Ein Rückbau nach Ende der Wohnungs- oder Garagenanmietung ist vorzunehmen.
     

Wir hoffen Ihren Wünschen hiermit entsprochen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Die Strecke des zu verlegenden Erdkabels, gemessen vom Wohnungsstromzähler im Keller, bis in die Garage sind ca. 35 bis 40 Meter, der kleinste teil ist Gartenbereich, (ca. 5 Meter)

der Rest ist ein im letzten Jahr neu verlegter Gehweg und neu gepflasterter Garagenhof.

Würde ich die Arbeiten ausführen lassen, kommt schnell ein Betrag von ca. 2500.- bis 3000.-

Euro zusammen. Bei eigener Ausführung sperre ich die Zufahrt zu den Garagen für mindestens eine Woche und hebe eine 35 bis 40 Meter lange Rinne von 60 – 80 cm Tiefe aus, darin lege ich das Erdkabel nach Vorschrift, warte auf Abnahme der Wohnungsgenossenschaft. Nach Abnahme schütte ich die Rinne wieder zu. Danach erfolgt die Ordnungsgemäße Wiederherstellung der hochgenommenen Pflastersteine.

Die Kosten für eine 5 Monate (November bis März Überwinterzeit bei BMW Niederlassungbelaufen sich bei 199.- Euro. Eine neue Batterie mit Einbau kostet ca. 200.- Euro.

Die vermutlichen Stromkosten, um meine Batterie in meiner Garage, (bei vorhandenem Strom) auf und abzuladen ca. 10 – bis 15 Euro für ca. 3 Monaten wenn überhaupt, den bei guten Witterungsverhältnissen fahre ich Ganzjährig.

Aber man kann ja nicht meckern, die Wohnungsgenossenschaft hat mir den Stromanschlussnach meinem Wünschen genehmigt, nur wer ist so blöd und verlegt unter diesen Auflagensich Strom in seiner Garage und das weiß auch die Wohnungsgenossenschaft.

In diesem Sinne allzeit gute Fahrt.
Norbert, der Postterrier aus Hannover